Was ist die Lohnsteuer und wie funktioniert die Besteuerung?

Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist verpflichtet sein Einkommen zu versteuern. Das ist leider knallharte Realität. Berechnet wird die Lohnsteuer an Hand aller Einkünfte aus unselbstständigen Tätigkeiten. Das heißt, egal welche […]

fondsJeder Arbeitnehmer in Deutschland ist verpflichtet sein Einkommen zu versteuern. Das ist leider knallharte Realität. Berechnet wird die Lohnsteuer an Hand aller Einkünfte aus unselbstständigen Tätigkeiten. Das heißt, egal welche und wie viele verschiedenen Jobs ausgeübt werden. Es gibt aber auch bestimmt Freibetragsgrenzen. Dies bedeutet, dass der verdiente Lohn oder Gehalt bis dort Lohnsteuer frei ist.

Aber – Achtung: Wenn Sie mehreren Jobs nachgehen, muss der Verdienst zusammen gerechnet und dann versteuert werden. Überschreiten Sie dennoch den Freibetrag nicht ist keine Lohnsteuer zu entrichten. Wer allerdings über den fest vorgesehen Betrag gelangt muss dies dem Finanzamt melden.

Was noch wichtig ist…

…neben der Höhe des Einkommens spielt die Steuerklasse eine wichtige Rolle. In Deutschland gibt es 6 Steuerklassen in die man je nach Familienstand eingeteilt werden kann. Je nach Familiensituation kann die Steuer variieren. Dies kann für den einen gut und den anderen weniger günstig sein. Dennoch ist es wichtig und verpflichtend genaue und wahrheitsgemäße Angaben beim Arbeitgeber und dem Finanzamt zu machen.

Die Steuerklassen

Hier unterscheidet man grundsätzlich zwischen alleinerziehenden und verheirateten Personen. Bei einer ehelichen Partnerschaft wird noch zwischen Alleinverdienern und Doppelverdienern gesplittet. Je nach dem in welcher Steuerklasse sich der Partner befindet wird der Freibetrag angepasst. Dies ist ein sehr komplexes Thema und daher empfehlen wir Ihnen, sich Lohnsteuerhilfe oder ein Steuerberater zu holen. Pauschale Aussagen in diesem Bereich sind kaum möglich.

Steuerausgleich: Wozu soll man diese ausfüllen?

2EuroMünzenStapel3Beim sogenannten Lohnsteuerjahresausgleich ist es möglich sich einen Teil der bezahlten Lohnsteuer zurückzuholen. Der Arbeitgeber führt die Steuer Monat für Monat ans Finanzamt ab. Daher kann es durchaus der Fall eintreten, dass der Arbeitgeber für Sie zunächst zu viel an Steuern abführt. Natürlich wird sich das zuständige Amt nicht bei Ihnen freiwillig melden. Eine nachträgliche Berechnung wird erst dann gemacht, wenn dem Finanzamt ein Antrag auf Steuerausgleich vorgelegt wird. Noch ein Hinweis: In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Sie zu wenig bezahlt haben und nachzahlen müssen. Dennoch ist es in den meisten Fällen umgekehrt.

Wir empfehlen Ihnen, wirklich Jahr für Jahr den Steuerausgleich zu machen. Aber beherzigen Sie unseren Rat sich vor ab genau bei Experten in diesem Bereich zu erkundigen. Damit Sie nicht Gefahr laufen eine große Nachzahlung vorgeschrieben zu bekommen.

– Alexandra –